Das Uhrwerk

Das Uhrwerk wird im Allgemeinen von 2 Seiten beschrieben – der Zifferblattseite und der Kloben- bzw. Brückenseite. Es besteht aus der Grundplatine und den darauf aufgeschraubten Brücken (Kloben). Zwischen diesen beiden Bauteilen befindet sich das Räderwerk mit den dazugehörigen Hebeln.

Die Grundplatine:
Sie besteht normalerweise aus Messing und enthält Ausfräsungen und Bohrungen für Schrauben, Stifte und Lager. 
Die Bücken (Kloben):
Sie bestehen meistens aus dem gleichen Materieal wie die Grundplatiene. Durch ihre unverwechselbare Form ist ihre Position auf der Platiene genau festgelegt. Brücken enthalten ebenfalls Ausfräsungen und Bohrungen für Stifte, Schrauben und Lager.
In einer einfachen Uhr befinden sich normalerweise zwischen 3 und 5 Brücken. Ihre Positionierung wird durch die Füße (Stellstifte) erreicht (mindestens 2 pro Brücke). Weiters werden sie durch Schrauben fixiert.
Nummerierung:
Um ein Uhrwerk leichter identifizieren zu können, ist in jedem Werk das Markensymbol und eine Kalibernummer eingraviert. Diese befindet sich meistens unter der Unruh oder auf einer der Brücken.

Hemmungen

Unter Hemmung vesteht man das gangregelnde Element der mechanischen Uhr! Sie unterhält und regelt die Schwingungen des Pendels bei Großuhren und der Unruh bei Kleinuhren.

Hemmungen erhalten ihre Energie vom Federhaus bzw. von den Gewichten. Diese Energie wird über das Räderwerk übertragen und lässt sie periodisch dem regulierenden Organ zukommen. Weiters erhält sie die Schwingungsweite der Unruh bzw. des Pendels.

Die Hemmung ist ein Verteilerorgan und stellt die Verbindung zum Regulierorgan (Pendel, Unruh) her!

Das Federhaus und die Zugfeder

Das Federhaus und die Zugfeder haben die Aufgabe, die zugeführte Energie zu speichern. Normalerweise besteht das Federhaus aus 4 Teilen:

  1. Federhaus: rundes Gehäuse mit Fixierung für die Zugfeder und Verzahnung an der Außenseite
  2. Zugfeder: Metallband mit recheckigem Querschnitt, welches in das Federhaus eingesetzt wird
  3. Federwelle: Drehende Welle im Zentrum des Federhauses, an welcher sich der Federkern und der innere Haken für die Zugfeder befindet
  4. Federhausdeckel: schließt das Federhaus mit der Zugfeder
Beim Aufziehen der Uhr dreht sich die Federwelle und spannt die Zugfeder, wodurch die zugeführte Energie gespeichert wird. Da die Feder, die um den Federkern aufgewickelt ist, wieder ihre urprüngliche Position einnehmen möchte, entsteht ein Drehmoment. Diese Energie wird durch die Verzahnung des Federhauses auf das Räderwerk übertragen.